Walzen in der landwirtschaftlichen Bodenbearbeitung: Welche Walze passt zu welchem Boden?

Die richtige Walze ist ein entscheidender Faktor in der Bodenbearbeitung, da sie maßgeblich die Bodenstruktur, Rückverfestigung und Saatbettqualität beeinflusst. Eine pauschale Lösung gibt es nicht, entscheidend ist die passende Kombination aus Walzentyp, Bodenart und Einsatzbedingungen. In diesem Beitrag geben wir einen Überblick über die wichtigsten landwirtschaftlichen Walzen und ihre typischen Einsatzbereiche.

Die Cambridgewalze besteht aus keilförmigen Gussringen und Reinigungssternen undsorgt für starke Rückverfestigung und sehr gute Krümelbildung,sie fördert Kapillarität und Feuchterückhalt,

Empfohlene Böden:

  • Lehmig/ tonig (bei Trockenheit bis mäßiger Feuchte)
  • Leichte bis mittelschwere Böden
  • Schwere Böden nach Abtrocknung

Nicht empfohlen:

  • sehr nasse, stark verklebende Böden
  • sehr sandige Böden (zu starke Verdichtung)
  • sehr steinige Böden (höherer Verschleiß)

 

Die Crosskillwalze besteht aus Gussringen mit versetzten schmalen Zähnen und hat Ihren Schwerpunkt in der Saatbettbereitung. Sie leistet sehr gute Krümelung, und Selbstreinigung. Sie erzielt weniger Rückverfestigung als die Cambridgewalze, jdeoch ist sie dadurch auch flexibler einsetzbar. Zudem ist sie relativ Steinunempfindlich.

Empfohlene Böden:

  • Lehmige & Mischböden (sehr gute Saatbettbereitung ohne zu starke Rückverfestigung)
  • Steinige Parzellen (ziemlich Robust und dadurch weniger Schaden durch Steine)

Nicht empfohlen:

  • Sandige, sehr locker Böden (sie funktioniert hier zwar, jedoch liefert sie weniger tiefe Rückverfestigung)

 

Die Nockenringwalze besteht aus Gussringen mit Profil- Nocken mit höherer Auflagefläche (als bei der Crosskillwalze) und erzielt eine sehr gute Krümelwirkung und Selbstreinigung. Sie wird sehr häufig bei Mulchsaat eingesetzt, kann jedoch, je nach Saatbett zu sehr verdichten.

Empfohlene Böden:

  • Lehmig/ schwere Böden nach Abtrocknung
  • Mulch- / Strohflächen

Nicht empfohlen:

  • Sehr sandige, lockere Böden (Profil wirkt dort eher unnötig)
  • Steinige Böden (Verschleiß des Profils)

 

Die Dachringwalze besteht aus keilförmigen Ringen, die einzeln auf die Welle gebracht werden und somit auch leicht auszutauschen sind, falls einzelne Ringe einmal verbeulen sollten. Die Dachringwalze dient als Leichtbauvariante der Crosskillwalze und zeigt eine höhere Tragfähigkeit bei geringerem Gewicht, jedoch etwas weniger Rückverfestigung als bei der schwereren Crosskillvariante. Die Dachringwalze gilt als sehr Verstopfungsarm.

Empfohlene Böden:

  • Klebrige /lehmige Böden (auch bei mäßiger Feuchte Verstopfungsarm)
  • Gemischte Böden und leichte Tonböden (liefert gute Krümelstruktur ohne zu stark zu verdichten)

Nicht empfohlen:

  • Sehr sandige Böden (hierbei nicht der effizienteste Typ)

 

Die Federstempelwalze besteht aus einzelnen federnden Elementen und sorgt für Streifenweise Rückverfestigung, sowie ein weiches, krümeliges Oberflächenbild bei guter Selbstreinigung.

Empfohlene Böden:

  • Sandig & Lehmig – locker (erzeugt gewünschte Krümelstruktur ohne zu starke Verdichtung)

Nicht empfohlen:

  • Nasse Tonböden (aufgrund von Klumpenbildung)
  • Steinige Böden (Verschleiß)

 

Die Flachstabwalze besteht aus flachen Stahlstäben, die gerade oder versetzt an der Walze angebracht werden können. Sie sorgt für eine gleichmäßige Rückverfestigung und gute Krümelung (höhere Krümelung als bei der Rohrstabwalze).

Empfohlene Böden:

  • Lehm- Sand- Mischböden & Mittelkräftige Böden

Nicht empfohlen:

  • Klebrige Böden (schlechtere Selbstreinigung)
  • Sehr steinige Böden

 

Die Rohrstabwalze besteht aus mehreren Rundröhren, die gerade, versetzt oder auch in „V-Form“ an der Walze angebracht werden können. Sie sorgt für gleichmäßige Rückverfestigung und gute Bodenstruktur. Sie ist einfach gebaut, dennoch sehr robust und weit verbreitet.

Empfohlene Böden:

  • Sandig bis lehmig bei Trockenheit bis mäßiger Feuchte.

Nicht empfohlen:

  • Flächen mit größeren Steinen

 

Die Stahlringwalze ist eine klassische Ringwalze, bei der die einzelnen „Ringe“ fest an der Walze verschweißt und nicht einzeln entnehmbar sind. Die Walze ist sehr robust, langlebig und sorgt für gute Krümelbildung / gutes Anwalzen. Auch bei nassen Verhältnissen bietet sie eine lange Laufdauer.

Empfohlene Böden:

  • Mittelschwere bis schwere Böden nach Abtrocknung

Nicht empfohlen:

  • Sehr nasse, sehr stark veklebende Böden (nicht ideal)

 

Die T- Ringwalze besteht aus Ringscheiben mit T-förmigem Querschnitt. Ideal für eine gute Mischung aus Krümelung, moderate Rückverfestigung und Tragfähigkeit. Sie ist zudem auch eine der Preiswertesten Walzen. Jedoch ist sie nicht immer der beste Krustenbrecher, da sie nicht so stark wirkt wie z.B. Nockenringe.

Empfohlene Böden:

  • Mischböden/ lehmige-sandige Böden
  • Mulchflächen

Nicht empfohlen:

  • Sehr steinige Böden (aufgrund der höheren Abnutzung des Profils)

 

Die U-Ringwalze besteht aus einzelnen U-Profil- Ringen. Die U-Profile füllen sich, beim Einsatz, mit Erde und sorgen damit für sanfte, streifenweise Verdichtung. Die U-Ringwalze punktet so mit geringem Verschleiß, guter Tragfähigkeit und Verringerung von Verschlämmungseffekten. Sie bietet eine gute Selbstreinigung, vor allem in der Tandemversion.

Empfohlene Böden:

Schwere, feuchte Lehm- Tonböden (geringe Verstopfungsneigung und schonende Verdichtung)Mulch- und Strohflächen

Nicht empfohlen:

Weniger „aggresiv“ in der Schollenzerkleinerung als die Cambridgewalze – somit ist sie auf sehr leichten Böden evtl zu sanft.

 

Die Tandemwalze besteht aus 2 hintereinander laufenden Walzen, die je nach Bodenart und Vorhaben gewählt werden können und dient zur Kombination aus Nivellierung und Verdichtung. Sie sorgt dadurch für ein sehr gleichmäßiges Saatbett und bietet zudem eine hohe Selbstreinigung.

Empfohlene Böden:

Weite Einsatzbreite -> sandig bis lehmig (aufgrund der individuellen Wahl der Walzenkombination)

Nicht empfohlen:Sehr nasse Böden ohne Abtrocknung aufgrund des Risikos zur Tiefenverdichtung

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